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Aktuelles

Mutterschutz

 

Im Jahr 2017 wurde das Mutterschutzrecht umfassend reformiert: Nach der Geburt eines Kindes mit Behinderung gilt eine längere Schutzfrist; privat krankenversicherte Mütter sind finanziell besser abgesichert.

 

Zum 1. Januar 2018 sind noch weitere Änderungen in Kraft getreten. Vor allem gilt das Mutterschutzgesetz jetzt für mehr Frauen als bisher: Für Schülerinnen und Studentinnen gilt es, wenn sie ein Pflichtpraktikum absolvieren oder wenn ihre Ausbildungsstelle den Ort, die Zeit und den Ablauf der Ausbildungsveranstaltung verpflichtend vorgibt. 

 

Die Regelungen zum Verbot zur Nacht- und Sonntagsarbeit wurden branchenunabhängig gefasst. Für die Arbeit nach 20 Uhr bis 22 Uhr wurde ein behördliches Genehmigungsverfahren eingeführt.

 

Die Regelungen zur Gestaltung der Arbeitsbedingungen für schwangere und stillende Frauen wurden klarer und verständlicher. Außerdem erarbeitet ein neuer Ausschuss für Mutterschutz praxisnahe Empfehlungen zur Umsetzung des Mutterschutzes.

 

Familienleistungen

 

Kindergeld, Kinderfreibetrag und Unterhaltsvorschuss wurden zum 1. Januar 2018 erhöht. Wer sich einen Überblick über die verschiedenen Familienleistungen verschaffen möchte, kann das neue Infotool Familie des Bundesfamilienministeriums nutzen. 

Mit nur wenigen Klicks können Eltern ermitteln, auf welche Leistungen und Unterstützungsangebote sie voraussichtlich Anspruch haben. Auch auf die Frage, wo und wie Leistungen beantragt werden können, gibt das Infotool Antwort.

 

Kindergeld

 

Das Kindergeld zählt zu den wichtigsten Leistungen für Familien in Deutschland. Es erreicht die Familien direkt und trägt damit zu ihrer finanziellen Entlastung bei. Zum Jahreswechsel erfolgte eine Erhöhung um je zwei Euro:

 

  • für das erste und zweite Kind steigt das Kindergeld auf jeweils 194 Euro monatlich,
  • für das dritte Kind auf 200 Euro monatlich,
  • für das vierte und jede weitere Kind auf jeweils 225 Euro monatlich.

 

Kindergeld gibt es grundsätzlich für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr, für Kinder in Ausbildung bis zum 25. Lebensjahr und für arbeitslose Kinder bis zum 21. Lebensjahr.

 

 

Kindergeld rückwirkend nur noch für sechs Monate

 

Rückwirkend beantragtes Kindergeld wird seit 2018 nur noch für die letzten sechs Kalendermonate vor Antragsstellung gezahlt. Bis Ende 2017 lag der Zeitraum noch bei vier Jahren.

 

Familienkassen und Ausländerbehörden gleichen Daten ab

 

Familienkassen und Ausländerbehörden gleichen seit Januar 2018 ihre Daten ab. Damit soll verhindert werden, dass unberechtigt Kindergeld ausgezahlt wird.

 

 

Kinderfreibetrag

 

Eltern bekommen entweder Kindergeld oder die steuerlichen Freibeträge für Kinder bei der Einkommensteuer. 

Das Finanzamt prüft im Rahmen der jährlichen Einkommensteuerveranlagung automatisch, ob für die Eltern die Freibeträge für Kinder oder das ausbezahlte Kindergeld günstiger sind.

 

Der Kinderfreibetrag erhöhte sich zum 1. Januar 2018 um 72 Euro auf 4788 Euro. Der Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs-, oder Ausbildungsbedarf beträgt unverändert 2640 Euro.

 

 

Unterhaltsvorschuss

 

Mit dem Unterhaltsvorschuss unterstützt der Staat Alleinerziehende und Kinder, wenn das andere Elternteil nicht oder unregelmäßig Unterhalt zahlt. 

Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach dem Alter der Kinder und ist 2018 gestiegen:

 

  • für Kinder bis 5 Jahren von 150 auf 154 Euro monatlich,
  • für Kinder von 6 bis 11 Jahren von 201 auf 205 Euro monatlich,
  • für Kinder von 12 bis 17 Jahren von 268 auf 273 Euro monatlich.

 

 

Mehr Unterhalt für Trennungskinder

 

Die "Düsseldorfer Tabelle" wurde angepasst. Danach haben minderjährige Trennungskinder seit Januar häufig Anspruch auf mehr Geld. 

Je nach Alter des Kindes und Einkommen des Unterhaltspflichtigen steigt der Unterhalt um sechs bis zwölf Euro im Monat. Die Sätze für volljährige Trennungskinder bleiben 2018 unverändert.

 

 

 

 

 

Quellenangaben: Für diesen Text wurden Formulierungen aus Veröffentlichungen des MDR und des Bundesfamilienministeriums verwendet. 

Die entsprechenden Quellen finden Sie hier: 

 

http://www.mdr.de/ratgeber/neu/arbeit-rente-soziales-steuern-finanzen-100.html

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/das-aendert-sich-2018/120510

 

 

 

Michael Röhn

Zertifizierter

Trainer und Businesscoach

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